Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass die Wortgottesfeier zur Kräutersegnung, die von beauftragten Gemeindemitgliedern verantwortungsvoll vorbereitet wurde, auf Grund von Beschwerden einzelner Personen aus unserer Gemeinde vom Erzbistum Köln untersagt wurde. Besonders schmerzlich empfinden wir, dass der direkte Austausch mit den hierfür ausgebildeten Ehrenamtlichen nicht gesucht wurde, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Diese Vorgehensweise erschüttert unser Vertrauen in einen respektvollen und wertschätzenden Umgang innerhalb unserer Gemeinde.
Wir stehen solidarisch an der Seite derjenigen, die sich mit Herzblut für lebendige und gemeinschaftliche Gottesdienste einsetzen – darunter auch Regina, die lange Zeit mit uns musiziert hat.
Die dringend notwendige Aufarbeitung des Geschehenen in Form von lösungsorientierten Gesprächen mit den Betroffenen auf Augenhöhe hat bisher leider nicht stattgefunden, so dass wir nach wie vor nicht sicher sind, ob wir unser Engagement in den Familienmessen in St. Matthäus im nächsten Jahr unter den gegebenen Umständen weiterführen wollen und können.
Reginas Ruhenlassen all ihrer Ehrenämter hat auch bei uns eine schmerzliche Lücke hinterlassen, was uns sehr bekümmert. Da wir seit Jahren keinen Nachwuchs verzeichnet haben und selbst nicht jünger werden, ist die Zukunft des Musikkreises ohnehin sehr ungewiss. Die angemessene musikalische Gestaltung besonderer Gottesdienste anlässlich Karneval, Erstkommunion, Erntedank und Heiligabend erfordert ein aufeinander eingespieltes Team mit unterschiedlichen Begleit- und Melodieinstrumenten sowie mehreren Singstimmen.
Die Kinderkirche begleiten wir weiterhin musikalisch – aus Verbundenheit mit den Kindern.
Wir wünschen uns Transparenz und einen offenen Dialog, eine gegenseitige Wertschätzung und eine
Kirche, die Raum für Mitgestaltung und Miteinander lässt.
Für den Musikkreis Alfter
November 2025
siehe auch vorherige Stellungnahme vom August 2025
16.08.2025 Stellungnahme des Musikkreises St. Matthäus Alfter